Fotoband Bangkok von Peter Nitsch: Urban Identities

Ende September habe ich den Fotoband Bangkok von Peter Nitsch bei Steffen gewonnen. In den vergangenen Tagen habe ich mich immer wieder mit den Fotos in diesem Band beschäftigt und bin sehr beeindruckt. Fotos aus einer sehr speziellen Stadt aus einer sehr speziellen Sicht. Ich habe schon viele Fotos von Bangkok gesehen. Aber solche noch nicht. Mit einem guten Gefühl für den Moment und den Blickwinkel hat Peter Nitsch ein Bangkok porträtiert, das ein Tourist wohl kaum zu sehen bekommt, wenn er nicht danach sucht. Ein Bangkok der ganz normalen Menschen, die ganz normal in einem Moloch von Dreck und Müll leben.

Vor allem die Menschen in den Siedlungen sind durch Infektionserkrankungen wie Cholera, Diarrhöe und Typhus gefährdet, die durch unzureichende hygienische Bedingungen verbreitet werden. Hinzu kommen Atemwegs- und Hauterkrankungen aufgrund der giftigen Emissionen der zahlreichen Industriebetriebe und des Autoverkehrs.

Quelle: Wikipedia

Trotzdem sind diese Fotos keine “Betroffenheitsfotos”. Sie zeigen eine Welt, wie sie nun einfach einmal ist. Und das mit einem Gespür für die Dinge hinter der Fassade. Die Fotos von Peter Nitsch zeigen, dass auch in einer Stadt wie Bangkok Menschen wie du und ich leben, arbeiten und ihren Alltag bewältigen. Aber alles ein wenig anders und mit anderen Mitteln in einer anderen Umgebung.

Die Fotos von Peter Nitsch haben mich inspiriert. Nein, ich will nicht nach Bangkok. Ich hoffe, meine Stadt Berlin eines Tages einmal auf eine ähnliche Weise porträtieren zu können. Auf eine Weise, wie ich sie sehe. Peter Nitsch hat mir gezeigt, dass es nicht wirklich wichtig ist, ob ein Foto etwas unter- oder überbelichet, scharf oder unscharf ist. Genau das kann der Reiz eines Fotos sein. Es ist wichtig, an den richtigen Stellen zu fotografieren. An den Stellen, an denen das Herz schlägt und sich die Seele zeigt. Genau das hat Peter Nitsch getan. Und das will ich auch tun.

Fotoband Bangkok: Er ist angekommen!

Endlich konnte ich heute den Fotoband Bangkok von der Post holen, auspacken und einen ersten Blick reinwerfen. Ein herzliches Dankeschön an Peter und Steffen!

Fotoband Bangkok angekommen

Die ersten 190 Kilometer legte der Fotoband Bangkok wegen einer falschen Postleitzahl zurück. Zuerst ging es von Rehfelde im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg in den Süden des Landkreises Parchim in Mecklenburg-Vorpommern, nach Karrenzin. Wie die Postleitzahl auf das Paket kam, weiß ich nicht. Wenn man die Augen etwas zukneift, ähnelt die 19116 vielleicht meiner Berliner Postleitzahl. In Karrenzin wurde meine richtige Postleitzahl ermittelt, wie dem neuen Adressaufkleber zu entnehmen war, und das Paket ging zu mir nach Berlin Mitte. Das waren dann nur noch einmal 160 Kilometer. Von Rehfelde nach Berlin sind es übrigens 30 Kilometer. Super, dass mein Paket dann doch noch angekommen ist! Nachher mache ich es mir erst mal gemütlich und schaue in Ruhe die Fotos an.

Berlin Mitte: Schlafes Bruder

Berlin Mitte: Schlafes Bruder

Berlin Mitte: Taraxacum Ruderalia

Berlin Mitte: Taraxacum Ruderalia