Tod eines Fotografen
Was ist passiert, dass dem Ausnahmekönner der Tod weniger grausam vorkam als das, was er für sich noch erwartete? Dass er sein Testament im Handschuhfach des Autos deponierte, die Wohnung anzündete, um sein gesamtes Werk auszulöschen.
Wir kennen es alle. Zur Zeit zerfleischt sich die ehemalige Popikone Britney Spears vor laufenden Kameras. In den USA werden von einigen Bloggern schon Wetten auf ihren Selbstmord abgeschlossen. Geschmacklos. Mich schmerzen solche Geschichten. Auch wenn ich behaupte, in der Schlagerbranche würde ich mich freiwillig nach kurzer Zeit umbringen, schmerzen mich auch Geschichten wie die von Rex Gildo.
Seit über einem Jahr beschäftige ich mich nun mit der Fotografie. Angefangen habe ich vorletztes Jahr mit einer wirklich grandiosen Pocketknipse. Dann bin ich auf eine digitale Spiegelreflex umgestiegen, weil ich meine Möglichkeiten entdecken wollte. Und die auf jeden Fall nicht bei Ikea. Dass es natürlich auch finstere Geschichten rund um die Fotografie geben kann, demonstriert mir der wunderbare Essay von Jürgen Schreiber im Tagesspiegel über den Selbstmord von Wilfried Bauer [via bildwerk3].
Ein Eindruck bleibt bei mir auf jeden Fall dabei zurück. Egal wer man ist und was man tut. Ganz entscheidend für die Frage nach Leben und Tod bleibt immer die Liebe zu sich selbst.

