Alles zum Thema ‘Texte & Notizen‘
Gute Reise, alter Freund…
Ich sehe es noch deutlich vor meinen Augen. An einem sonnigen Frühlingstag vor 13 Jahren fuhr ich mit der S-Bahn vom Tierheim nach Hause. Du lagst eingerollt auf meinem Schoß und hast wie ein kleiner Teddybär ausgesehen. Neugierig und ohne Angst hast du die große Welt um dich herum beobachtet. Du warst so klein. Deine Ohren und Pfoten haben mehr als die Hälfte deine Körpers ausgemacht. Ich kann meine Freude über deine Anwesenheit und den Beginn unserer Freundschaft noch heute spüren.
Nach vielen glücklichen Jahren kam der Tag, an dem deine Schnauze grau wurde. Ich begann zu ahnen, das unser gemeinsames Leben und die Freundschaft mit dir nicht ewig dauern würden. Dein Herz fing an, Schwierigkeiten zu machen, und deine Knochen taten dir weh.
Ich fühle noch deutlich die Sorge um dich. Dein Arzt konnte dir helfen und dir ging es die nächsten Jahre wieder gut. Du konntest sogar wieder schwimmen gehen. Das war, neben riesigen Ästen durch die Gegend schleppen, deine liebste Beschäftigung.
Dann kam der Tag, vor dem ich mich immer gefürchtet habe. An einem kalten und regnerischen Tag im Februar 2010 hast du einen erneuten Schlaganfall erlitten. Im Laufe eines Nachmittages waren deine Beine gelähmt und du verlorst du die Kontrolle über deinen Körper. Ich fühlte dein Leid und deine Hilflosigkeit. Ich musste eine Entscheidung treffen. Dein Arzt kam zu uns nach Hause und ließ dich einschlafen. Niemals werde ich diesen Augenblick vergessen. In meinen Händen tatest du deinen letzten Atemzug. Ganz friedlich. Als würdest du wirklich einschlafen.
Ich danke dir von Herzen, mein treuer Freund. Ich danke dir für Jahre voller Spaß und Freude. Ich danke dir für deine Liebe und für deine Treue. Ich danke dir auch für die schwierigen Zeiten. Durch dich durfte ich viel über das Leben lernen. Und ich danke dafür, dass ich in dich in deiner schwersten Stunde begleiten durfte. Unser letzter gemeinsamer Gang. Unser letzter gemeinsamer Augenblick.
Ich vermisse dich, mein treuer Freund. Du wirst in meinem Herzen unvergessen bleiben.
Eine Frage: Warum eigentlich DSLR?
Die Nachteile einer DSLR überwiegen zahlenmäßig die Vorteile. Meine Liste der Nachteile einer DSLR ist spontan entstanden und ließe sich bestimmt um viele Punkte erweitern.
- zu groß
- zu schwer
- zu unhandlich
- wegen dem offenem Gehäuse zu schwer sauber zu halten
- zu auffällig
- zu empfindlich an den Bauteilen und dem Zubehör
- zu teuer
Marketingstrategie der Fotoindustrie
Die meisten Fotofreunde könnten mit weitaus weniger Kosten vergleichbare Resultate erzielen. Warum wollen dann alle eine DSLR? Warum dieser Run auf eine Technik des letzten Jahrhunderts? Ein gelungener Marketingerfolg der Fotoindustrie. Die Fotoindustrie will es. Dank der ungebremsten technischen Entwicklung sind entgegen den “freiwilligen” Selbstverpflichtungen der Hersteller Produktlebenszyklen weit unter drei Jahren sinnvoll und erfolgreich zu vermarkten. Die Fotoindustrie als Kompetenzgeber diktiert, wann ein Produkt veraltet ist und schert sich dabei einen Dreck um Energiebilanz und Umwelt. Recyclinggesetze suggerieren dem Verbraucher, dass er sich richtig verhält, wenn er konsumiert, alte Geräte brav zum Recycling bringt und seinen Beitrag an Greenpeace und WWF entrichtet. Adrian trifft es in seinem Artikel Braucht die Fototechnik das Kleinbildformat? wieder mal ganz gut.
Erst wenn die vermögendere Käuferschicht der „alten Herren“ die unerfüllten Wünsche ihrer Jugendzeit nach Spiegelreflexen, als eine der konsumstärksten Käufergruppen nicht mehr nachfragt, dann wird der Anachronismus der Fototechnik, eben die Spiegelreflextechnik, ausgedient haben.
Berlin Mitte: Kleines Paradies

Die Gewinner des Wettbewerbs “Kleines Paradies” auf foto-howto.de stehen fest. Mein Teilnahmefoto kannst du oben sehen. Wie in den Teilnahmebedingungen gefordert, hatte ich es mit folgendem Text eingeschickt.
Unter meinem kleinem Paradies verstehe ich unseren Garten im Hinterhof. Dort stehen einige Dinge einfach so rum, weil es so schön verwunschen aussieht. Wenn man im Garten am Tisch sitzt, kann man diese Dinge betrachten.
Zu meinem Foto hatte mich irgendwie die Piranha Bar von photoappar.at inspiriert.


