Alles zum Thema ‘Digitaler Workflow‘

 
 

Discontinued: IDimager Lite

Das Video-Tutorial Orton-Effekt mit Gimp 2.4 war mein erstes, selbst gemachtes Video-Tutorial. Ich wollte daran ausprobieren, ein Video-Tutorial für die kostenlose Software IDimager Lite zu erstellen, mit der ähnlich wie bei Adobe Lightroom™ Fotos mit Metadaten organisiert werden können. Dabei habe ich gemerkt, dass es unglaublich zeit- und arbeitsintensiv ist. Da ich selten dazu komme, über die Dinge zu schreiben, über die ich gerne schreiben würde, habe ich dann es erst einmal auf die lange Bank geschoben.

Und nun wollte ich mal nachschauen, wie es mit der Software IDimager so weiter geht und stelle fest, dass IDimager Lite nicht mehr angeboten wird. Schade! Wirklich schade! Eine kostenlose Möglichkeit, meines Wissens nach die einzige dieser Art, weniger, Fotos effektiv mit Metadaten zu verwalten. Einen Vorteil hat das Programm dennoch. Da der Dollar im ständigen Sinkflug ist, kann das Programm sehr preiswert erworben werden.

Digitaler Workflow: Taggen, Verschlagworten und “sprechende” Dateinamen mit Picasa

Taggen und Verschlagworten mit Erinnerungswert

Das erste Kriterium der Sortierung meiner Fotos war zuerst das Datum. Nach einiger Zeit stellte ich fest, das eine monatsgenaue Sortierung völlig ausreichend ist. Wie aber dann einzelne Fotos wiederfinden? Auch wenn ich meine Fotos auf den Tag genau sortieren würde, könnte ich mich bei der Suche nach einem bestimmten Foto wohl kaum an den Tag erinnern, an dem es gemacht wurde. Das Sortieren nach Datum besitzt keinen Erinnerungswert. Was also tun? Eine Hilfe bieten Tags und Schlagwörter, mit denen du deinen “sprechenden” Dateinamen zusammensetzt, wie ich im letzten Artikel der Serie Digitaler Workflowbeschrieben habe. Diese Tags und Schagwörter kannst du auch in die Bildunterschrift von Picasa übernehmen oder beim Tagging und Verschlagworten mit IDImager Lite benutzen.

Diese Tags und Schlagwörter müssen aussagekräftig sein, um einen richtigen Erinnerungswert zu besitzen. Was heißt das? Was ist der “richtige” Erinnerunsgwert? Nach meinen Erfahrungen ist das eine sehr persönliche Einschätzung, die sich vollkommen aus den eigenen Emotionen bei der Betrachtung der eigenen Fotos ergibt. Wozu sollte ich Fotos nach Farben taggen, wenn mir zuerst die Emotionen oder die Tageszeit in dem Foto auffallen? Wazu sollte ich ein Foto nach Emotionen taggen, wenn mir zuerst die technischen Daten wie Weitwinkel meiner Fotos auffallen? Nur ich selber muss meine Fotos in meinem Archiv wiederfinden. Also sollten meine Schlagwörter und Tags persönliche und aussagekräftige Emotionen bei mir auslösen. Und diese Emotionen lösen Erinnerungen an die Schlagwörter meiner Fotos aus, so dass ich sie über das Suchen in den Schlagwörtern wiederfinde. Die Kategorien, nach denen ich tagge und verschlagworte, sollten also persönlich, emotional und aussagekräftig sein. Martin Gommel hat einen schönen Artikel über das Tagging bei Flickr geschrieben. Dort sollen im Unterschied zur persönlichen Verwaltung auf deiner Festplatte auch andere Menschen das Foto finden. Daher ist es dort nützlich, wenn die Tags umfangreicher und zweisprachig sind. Das Prinzip kommt aber sehr gut zum Ausdruck.

Ordnerstruktur, Taggen und “sprechende” Dateinamen in der Praxis

Wie sieht das in der Praxis aus? Bei mir reichen drei übergreifende Kategorien für meine Fotos: Orte, Objekte und Menschen. Zur Kategorie “Orte” gehören die Tags Street, Architektur und Landschaft. Zum Tag Street könnten zum Beispiel die weiteren Tags sauber, dreckig, morgens, abends, Nacht, Personen, bedrückend, einladend und andere gehören. Zur Kategorie Objekte gehören zum Beispiel die Tags Stillleben, Kunstwerk oder Sehenswürdigkeit. Weitere Tags dieser Kategorie, die natürlich auch in jeder anderen Kategorie verwendbar sind, könnten ordentlich, unordentlich, berühmt, teuer, billig, modern, alt, gelb, grün, blau und so weiter ein. Sehr schön ist die Kategorie Mensch. Dort gibt es so wirklich emotionale Tags wie Freude, Lachen, Trauer, Tränen, Porträt, Gruppe, Akt, alt, jung oder auch Falten, Krankheit, Alter und ähnliche.

Du erstellst also drei Ordner auf deiner Festplatte: Orte, Objekte und Menschen. In diesen Ordnern kannst du dir Monatsordner anlegen, wenn dir das hilft. Und in den diesen jeweiligen Ordnern setzt du den “sprechenden” Dateinamen aus deinen Schlagwörtern und Tags zusammen.

Berlin Mitte: Rosenthaler Platz kehrt aus

Der “sprechende” Dateiname für dieses Fotos könnte dann folgendermaßen aussehen:

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Digitaler Workflow: Importieren und Organisieren deiner Fotos mit FreeCommander und IrfanView

Importieren der Fotos und Organisieren auf der Festplatte

Im letzten Artikel der Serie “Digitaler Workflow für wenig Geld” habe ich ein wenig die Grundsätze erläutert. Heute zeige ich dir, wie du deine Fotos auf die Festplatte bekommst und dort sinnvoll sortierst und organisierst. Auch hier gilt, wie so oft, viele Wege führen nach Rom. Wenn Du nicht Tausende Fotos pro Jahr zu verwalten hast, könnte diese Methode für dich ausreichend sein. Ich empfehle, proprietäre Importsoftware nicht zu verwenden. Selbst Windows erledigt das Kopieren in der Regel schneller als diese Programme. Das gilt ebenso für Adobe Lightroom und IDImager Lite.

Die Ordnerstruktur

Welche Ordnerstruktur du wählst, ist Geschmackssache. Ich empfehle dir, ein eigenes Verzeichnis für die Rohdaten deiner Fotos anzulegen. Nach dem Import kannst du das Verzeichnis schreibschützen, um einem versehentlichen Überschreiben der Originaldateien vorzubeugen. Sinnvoll ist es, die Dateien in einer datumsbasierten Ordnerstruktur abzulegen und “sprechende” Dateinamen zu wählen, denen eine laufende Nummer und der Originaldateiname folgt. Wie genau die datumsbasierte Ordnerstruktur sein soll, musst du selber entscheiden. Eine Monats- oder Wochenaufteilung sollte eigentlich ausreichend sein. Der Dateiname besteht also aus Pfad + Datumsordner + “sprechender Dateiname” + laufende Nummer + Originaldateiname. Der Dateiname mit monatsbasierter Ordnerstruktur heißt dann:

F:\...\...\2008-03\street-berlin-rosenthaler-platz-02-DSCI0112.JPG

Auf diese Weise kannst du auf verschiedene Weise nach deinen Fotos suchen. Entweder du suchst nach dem Datum oder nach den Begriffen, die du in den “sprechenden” Dateinamen vergeben hast. Wie du diese “sprechenden” Dateinamen vergeben kannst, ohne jede Datei umständlich einzeln umzubenennen, zeige ich dir weiter unten.

Importieren mit FreeCommander

Snapshot FreeCommanderDer FreeCommander hat im Gegensatz zu Windows den Vorteil, dass er dein Quell- und Zielverzeichnis gleichzeitig zeigt. Du musst nicht umständlich zwischen Fenstern und Dateiauswahlboxen hin und her klicken. Ein weiterer Vorteil ist, dass registrierte Dateitypen auch direkt aus dem FreeCommander gestartet werden können. Das ist für eine Vorschau im Kombination mir IrfanView ganz praktisch. Starte FreeCommander und wähle im linken Fenster das Verzeichnis in deiner Kamera oder das Verzeichnis deines Kartenlesers. Auf der rechten Seite wählst du dein Verzeichnis für die Originalfotos. Erstelle dort einen Ordner wie oben beschrieben und kopiere alle Fotos in dieses neue Verzeichnis. Nun sollten alle Fotos in deinem neuen Verzeichnis liegen und kryptische Namen wie DSCI0112.JPG oder IMGP2435.PEF haben.

Sichten und Sortieren mit IrfanView

Snapshot IrfanView

Um IrfanView effektiv einzusetzen, ist es nützlich, das Programm etwas genauer einzustellen. Starte IrfanView in der Thumbnailansicht, wähle eine beliebige Bilddatei durch Doppelklick und nimm dann folgende Einstellungen in der Einzelansicht unter Optionen vor.

1. Einstellungen » Erweiterungen

Betätige Button “Nur Bilder” und setze Häkchen vor “Andere” (Formate wie PEF dort eintragen). Wähle “Lade nur verknüpfte Dateitypen beim Bewegen durchs Verzeichnis”.

2. Einstellungen » Datei-Handling

Setze das Häkchen vor “Löschen bestätigen”, “Papierkorb verwenden” und “Zum nächsten Bild springen nach Löschen/Verschieben”.

3. Einstellungen » Vollbildmodus

“Bilder/Videos in der Normalgröße zeigen” wählen, um Unschärfe besser erkennen zu können. Ansonsten einfach auf “Nur große Bilder/Videos anpassen (empfohlen)” setzen. Häkchen vor “Resample Funktion benutzen (langsamer aber bessere Qualität)” entfernen.

4. Einstellungen » Plugins

Setze das Häkchen bei “Versuche nur das Vorschaubild zu laden (falls vorhanden)” und entferne das Häkchen vor “Versuche CRW/CR2 über Canon DLLs zu laden”. Diese Einstellung gilt nur für RAW-Formate und IrfanView arbeiett damit schneller.

5. Ansicht » Anzeige-Optionen (Fenstermodus)

Wähle “Nur große Bilder ans Fenster anpassen” und stelle das Fenster auf die gewünschte Größe.

Zum Sichten eines Ordners brauchst du jetzt nur noch die Return-Taste, die Entf-Taste und die Pfeil-Tasten. Los geht’s! Einen Doppelklick auf ein Bild im FreeCommander und IrfanView öffnet das Foto in der Einzelbildansicht. An dieser Stelle kannst du das Foto nun beurteilen.

  • Ist das Foto richtig belichtet?
  • Ist das Motiv nach deinen Wünschen getroffen?
  • Ist das Foto unscharf?


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Digitaler Workflow: Alternativen zu Adobe™ für wenig Geld

Digitaler Workflow für wenig Geld

Die ganze Welt redet über Programe wie Adobe Photoshop™ und Adobe Lightroom™. Die Softwareschmiede ist in aller Munde. Wenn du aber nur über einen schmalen Geldbeutel verfügst, kannst du dir die Software dieses Anbieters allerdings nicht auf den Rechner holen. Verzichten musst du auf Funktionen dieser Programme trotzdem nicht. Es gibt Alternativen zu Adobe™ für wenig Geld. Auch die freie Bildbearbeitungssoftware Gimp bietet in der Version 2.4 Werkzeuge wie den Reparaturpinsel und ein Extraktionstool für Objekte an.

Leitfaden digitale Fotografie

In dieser Artikelfolge möchte ich dir in der nächsten Zeit zeigen, wie du deine Fotos auch als Amateur effektiv organisieren, verschlagworten und bearbeiten kannst. Um sich mit der Theorie der digitalen Bildbearbeitung auseinander zu setzen, empfehle ich dir den Leitfaden digitale Fotografie vom Arbeitskreis digitale Fotografie. Dort kannst du bei Bedarf alles über Arbeitsfarbräume, Farbmanagement, Dateiformate und Weißabgleich nachschlagen. Um den digitalen Workflow zu realisieren, wird in dieser Artikelserie nur freie Software, die kostenlos zu erhalten ist, verwendet.

Hardwarebeschleunigung ausschalten

Um den Bildschirmaufbau bei darstellungsintensiven Programmen wie IDImager Lite zu beschleunigen, kann es nützlich sein, die Hardwarebeschleunigung deiner Grafikkarte und das “Write Combining” auszuschalten. Diese Hardwarebeschleunigung erhöht die Geschwindigkeit in der Regel nur bei Spielen und kann für die Leistung bei der Bildbearbeitung hinderlich sein. Die Deaktivierung des “Write Combining” wird sogar auf einschlägigen Herstellerseiten empfohlen. Keine Angst, Du kannst den Ursprungszustand jederzeit manuell oder durch einen einen vorher gesetzten Wiederherstellungszeitpunkt wieder herstellen. Die Hardwarebeschleunigung findest du bei Windows XP unter “Start » Systemsteuerung » Darstellung und Designs » Anzeige » Einstellungen » Erweitert » Problembehandlung”. Dort setzt du die Hardwarebeschleunigung auf den gewünschten Wert, bei mir ist das “Keine”, und entfernst das Häkchen vor “Write Combining”.

Vorgehensweise für den digitalen Workflow

Die Schritte für den digitalen Workflow sind eigentlich immer ähnlich. Du kopierst die Fotos auf die Festplatte, organisierst sie in Ordnern, verschlagwortest sie und verarbeitest sie dann weiter.

1. Importieren und Organsieren der Fotos mit FreeCommander und IrfanView
2. Organisieren und Verschlagworten der Fotos mit IDImager Lite
3. Umwandeln von RAW nach TIFF mit proprietärer Software zur Weiterbearbeitung
4. Bearbeiten der Fotos zur Weitergabe oder Veröffentlichung mit Gimp 2.4

Im nächsten Artikel der Serie “Digitaler Workflow für wenig Geld” geht es um den Import der Fotos von der Kamera zum Rechner und wie du sie sinnvoll sortieren und organisieren kannst.

Adobe Lightroom™ und die Alternativen

Wie professionell ist Adobe Lightroom™ wirklich? Ist das Programm so gut, wie es der Hype um Adobe Lightroom™ vermuten lässt? Auch ich habe mir wie Adrian Ahlhaus schon einige Gedanken zu diesem Thema gemacht. Angefangen hat alles damit, als ich die Ergebnisse von Adobe Lightroom™ mit den Ergebnissen meines proprietären RAW-Konverters verglichen habe. Die Ergebnisse waren ernüchternd. Je höher die ISO-Einstellungen waren, desto schlechter war die Rauschfilterung und Rauschminderung in Adobe Lightroom™. Hart ausgedrückt: Adobe Lightroom™ ist nach meinen Ergebnissen ab einem ISO-Wert von 1600 zur RAW-Konvertierung nicht mehr zu gebrauchen, wenn die Bilder geprintet werden sollen.

Warum also trotz der Mängel Adobe Lightroom™ benutzen? Die Gründe liegen klar auf der Hand und auch Adrian erwähnt sie in seinem Artikel. Adobe Lightroom™ bietet eine enorm leistungsfähige und bedienerfreundliche Verschlagwortung. Dazu kommt das durchdachte Design und die Geschwindigkeit. Capture One konnte mich in Hinsicht auf das Design nicht wirklich überzeugen. Das Killerargument, das den Ausschlag gibt, ist allerdings der Preis. Wer kann sich schon einen RAW-Konverter für 1000 Euro leisten? Wohl keine Amateure, die auf ihren Geldbeutel achten müssen, sondern nur Profis oder jene, die sich aufgrund ihres Geldbeutels dafür halten.

Adrian hat scharf beobachtet und kommt zum selben Schluss wie ich. Adobe Lightroom™ ist kein Werkzeug für Profis. Aber Billigheimer möchte ich das Programm nicht nennen. Mit Adobe Lightroom™ kommen viele Amateure an Funktionen, von denen sie sonst nur träumen könnten. Negativ zu sehen ist meiner bescheidenen Meinung nach die Marketingstrategie von Adobe. Der Nutzer scheint für die Softwareschmiede eine Kuh zu sein, die durch immer neue Versionen und Bundles mit nur oberflächlichen Änderungen gemolken werden soll.

 

Meinungen

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