Alles zum Thema ‘Digitale Bildbearbeitung‘

 
 

Digitaler Workflow: Importieren und Organisieren deiner Fotos mit FreeCommander und IrfanView

Importieren der Fotos und Organisieren auf der Festplatte

Im letzten Artikel der Serie “Digitaler Workflow für wenig Geld” habe ich ein wenig die Grundsätze erläutert. Heute zeige ich dir, wie du deine Fotos auf die Festplatte bekommst und dort sinnvoll sortierst und organisierst. Auch hier gilt, wie so oft, viele Wege führen nach Rom. Wenn Du nicht Tausende Fotos pro Jahr zu verwalten hast, könnte diese Methode für dich ausreichend sein. Ich empfehle, proprietäre Importsoftware nicht zu verwenden. Selbst Windows erledigt das Kopieren in der Regel schneller als diese Programme. Das gilt ebenso für Adobe Lightroom und Picasa.

Die Ordnerstruktur

Welche Ordnerstruktur du wählst, ist Geschmackssache. Ich empfehle dir, ein eigenes Verzeichnis für die Rohdaten deiner Fotos anzulegen. Nach dem Import kannst du das Verzeichnis schreibschützen, um einem versehentlichen Überschreiben der Originaldateien vorzubeugen. Sinnvoll ist es, die Dateien in einer datumsbasierten Ordnerstruktur abzulegen und “sprechende” Dateinamen zu wählen, denen eine laufende Nummer und der Originaldateiname folgt. Wie genau die datumsbasierte Ordnerstruktur sein soll, musst du selber entscheiden. Eine Monats- oder Wochenaufteilung sollte eigentlich ausreichend sein. Der Dateiname besteht also aus Pfad + Datumsordner + “sprechender Dateiname” + laufende Nummer + Originaldateiname. Der Dateiname mit monatsbasierter Ordnerstruktur heißt dann:

F:\...\...\2008-03\street-berlin-rosenthaler-platz-02-DSCI0112.JPG

Auf diese Weise kannst du auf verschiedene Weise nach deinen Fotos suchen. Entweder du suchst nach dem Datum oder nach den Begriffen, die du in den “sprechenden” Dateinamen vergeben hast. Wie du diese “sprechenden” Dateinamen vergeben kannst, ohne jede Datei umständlich einzeln umzubenennen, zeige ich dir weiter unten.

Importieren mit FreeCommander

Snapshot FreeCommanderDer FreeCommander hat im Gegensatz zu Windows den Vorteil, dass er dein Quell- und Zielverzeichnis gleichzeitig zeigt. Du musst nicht umständlich zwischen Fenstern und Dateiauswahlboxen hin und her klicken. Ein weiterer Vorteil ist, dass registrierte Dateitypen auch direkt aus dem FreeCommander gestartet werden können. Das ist für eine Vorschau im Kombination mir IrfanView ganz praktisch. Starte FreeCommander und wähle im linken Fenster das Verzeichnis in deiner Kamera oder das Verzeichnis deines Kartenlesers. Auf der rechten Seite wählst du dein Verzeichnis für die Originalfotos. Erstelle dort einen Ordner wie oben beschrieben und kopiere alle Fotos in dieses neue Verzeichnis. Nun sollten alle Fotos in deinem neuen Verzeichnis liegen und kryptische Namen wie DSCI0112.JPG oder IMGP2435.PEF haben.

Sichten und Sortieren mit IrfanView

Snapshot IrfanView

Um IrfanView effektiv einzusetzen, ist es nützlich, das Programm etwas genauer einzustellen. Starte IrfanView in der Thumbnailansicht, wähle eine beliebige Bilddatei durch Doppelklick und nimm dann folgende Einstellungen in der Einzelansicht unter Optionen vor.

1. Einstellungen » Erweiterungen

Betätige Button “Nur Bilder” und setze Häkchen vor “Andere” (Formate wie PEF dort eintragen). Wähle “Lade nur verknüpfte Dateitypen beim Bewegen durchs Verzeichnis”.

2. Einstellungen » Datei-Handling

Setze das Häkchen vor “Löschen bestätigen”, “Papierkorb verwenden” und “Zum nächsten Bild springen nach Löschen/Verschieben”.

3. Einstellungen » Vollbildmodus

“Bilder/Videos in der Normalgröße zeigen” wählen, um Unschärfe besser erkennen zu können. Ansonsten einfach auf “Nur große Bilder/Videos anpassen (empfohlen)” setzen. Häkchen vor “Resample Funktion benutzen (langsamer aber bessere Qualität)” entfernen.

4. Einstellungen » Plugins

Setze das Häkchen bei “Versuche nur das Vorschaubild zu laden (falls vorhanden)” und entferne das Häkchen vor “Versuche CRW/CR2 über Canon DLLs zu laden”. Diese Einstellung gilt nur für RAW-Formate und IrfanView arbeiett damit schneller.

5. Ansicht » Anzeige-Optionen (Fenstermodus)

Wähle “Nur große Bilder ans Fenster anpassen” und stelle das Fenster auf die gewünschte Größe.

Zum Sichten eines Ordners brauchst du jetzt nur noch die Return-Taste, die Entf-Taste und die Pfeil-Tasten. Los geht’s! Einen Doppelklick auf ein Bild im FreeCommander und IrfanView öffnet das Foto in der Einzelbildansicht. An dieser Stelle kannst du das Foto nun beurteilen.

  • Ist das Foto richtig belichtet?
  • Ist das Motiv nach deinen Wünschen getroffen?
  • Ist das Foto unscharf?


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Digitaler Workflow: Alternativen zu Adobe™ für wenig Geld

Digitaler Workflow für wenig Geld

Die ganze Welt redet über Programe wie Adobe Photoshop™ und Adobe Lightroom™. Die Softwareschmiede ist in aller Munde. Wenn du aber nur über einen schmalen Geldbeutel verfügst, kannst du dir die Software dieses Anbieters allerdings nicht auf den Rechner holen. Verzichten musst du auf Funktionen dieser Programme trotzdem nicht. Es gibt Alternativen zu Adobe™ für wenig Geld. Auch die freie Bildbearbeitungssoftware Gimp bietet in der Version 2.4 Werkzeuge wie den Reparaturpinsel und ein Extraktionstool für Objekte an.

Leitfaden digitale Fotografie

In dieser Artikelfolge möchte ich dir in der nächsten Zeit zeigen, wie du deine Fotos auch als Amateur effektiv organisieren, verschlagworten und bearbeiten kannst. Um sich mit der Theorie der digitalen Bildbearbeitung auseinander zu setzen, empfehle ich dir den Leitfaden digitale Fotografie vom Arbeitskreis digitale Fotografie. Dort kannst du bei Bedarf alles über Arbeitsfarbräume, Farbmanagement, Dateiformate und Weißabgleich nachschlagen. Um den digitalen Workflow zu realisieren, wird in dieser Artikelserie nur freie Software, die kostenlos zu erhalten ist, verwendet.

Hardwarebeschleunigung ausschalten

Um den Bildschirmaufbau bei darstellungsintensiven Programmen wie Adobe Lightroom zu beschleunigen, kann es nützlich sein, die Hardwarebeschleunigung deiner Grafikkarte und das “Write Combining” auszuschalten. Diese Hardwarebeschleunigung erhöht die Geschwindigkeit in der Regel nur bei Spielen und kann für die Leistung bei der Bildbearbeitung hinderlich sein. Die Deaktivierung des “Write Combining” wird sogar auf einschlägigen Herstellerseiten empfohlen. Keine Angst, Du kannst den Ursprungszustand jederzeit manuell oder durch einen einen vorher gesetzten Wiederherstellungszeitpunkt wieder herstellen. Die Hardwarebeschleunigung findest du bei Windows XP unter “Start » Systemsteuerung » Darstellung und Designs » Anzeige » Einstellungen » Erweitert » Problembehandlung”. Dort setzt du die Hardwarebeschleunigung auf den gewünschten Wert, bei mir ist das “Keine”, und entfernst das Häkchen vor “Write Combining”.

Vorgehensweise für den digitalen Workflow

Die Schritte für den digitalen Workflow sind eigentlich immer ähnlich. Du kopierst die Fotos auf die Festplatte, organisierst sie in Ordnern, verschlagwortest sie und verarbeitest sie dann weiter.

1. Importieren und Organsieren der Fotos mit FreeCommander und IrfanView
2. Organisieren und Verschlagworten der Fotos mit Picasa
3. Umwandeln zur Weiterbearbeitung nach TIFF mit UFRaw oder RawTherapee
4. Bearbeiten der Fotos zur Weitergabe oder Veröffentlichung mit Gimp 2.4

Im nächsten Artikel der Serie “Digitaler Workflow für wenig Geld” geht es um den Import der Fotos von der Kamera zum Rechner und wie du sie sinnvoll sortieren und organisieren kannst.