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Autofocus oder wie messe ich Schärfe?

Der Autofocus ist eine der glorreichen Entwicklungen in der Technik der Fotografie, welche die Kreativität ungemein erleichtern. Ohne ständig mit der Hand am Objektiv an der Schärfe rumfummeln zu müssen, kann man man sich voll und ganz auf die Beleuchtung und das Motiv vor der Linse einstellen. Aber nicht immer ist die Schärfe in einem Bild wirklich gewollt. Viele Bilder beziehen ihren Reiz gerade aus der gezielt eingesetzen Unschärfe.

Trotzdem: das Public Eye Blog erklärt in den Artikeln Was sieht ein AF-Sensor?, Wann ist ein Foto scharf? und Was Sie schon immer über das Scharfstellen wissen wollten die Funktionsweise des Autofocus und gibt Tipps, trotz Autofocus unscharfe Fotos zu vermeiden [via Fotografie-Blog].

Horst Wackerbarth: Europa auf der roten Couch

Selektive Wahrnehmung und gezielte Bildstörung: klingende Worte für interessante Fotos. Beim WDR kann man sie sich anschauen.

Sechs Jahre reiste Horst Wackerbarth mit der roten Couch durch Europa. 600 Menschen nahmen auf ihr Platz, Gorbatschow ebenso wie ein Straßenkehrer aus Paris. Wackerbarth fotografierte und interviewte sie alle.

» Fotogalerie auf WDR.de: Europa auf der roten Couch
» Artikel auf WDR.de: Europa auf der roten Couch

Photoetry II

Zum ersten Mal habe ich eines meiner Fotos bewusst ausgewählt, um es Martin Gommel im Rahmen seiner Aktion Photoetry zur Veröffentlichung in seinem Blog zu übergeben. Auch die Bildbeschreibung stellte eine kleine Herausforderung dar, da ich mir schon etwas bei meinen Fotos denke, aber noch keins im Detail beschrieben habe. Vielen Dank für diese neue Erfahrung!

Berlin im Untergrund: U-Bahn und Einsamkeit

* EXIF-Daten

ExposureTime - 1/50 seconds
FNumber - 8.00
ISOSpeedRatings - 1600
DateTimeOriginal - 2007:06:04 17:00:36
FocalLength - 18 mm

* Ausführung der Bildenstehung

Bei den gewählten Einstellungen konnte ich die Kamera in der Hocke durch
Anlehnen an der Wand noch aus der Hand halten. Durch die Verschlusszeit
wurden aber schon die Beine von eilig laufenden Menschen verwischt. Das
war genau der Effekt, den ich erreichen wollte.

* Ort und Zeit der Aufnahme

Die Aufnahme habe ich um 17 Uhr am 4.6.2007 im U-Bahnhof Kurfürstendamm
in Berlin im Tunnel zwischen der Linie 1 und der Linie 9 gemacht.

* Nachbearbeitung

Zuerst habe ich das Foto in Schwarzweiß umgewandelt und dann den
Kontrast mit der Tonwertkorrektur bearbeitet.

* Was möchtest Du mit dem Bild ausrücken ?

Die Einsamkeit und gleichzeitige Eile in der U-Bahn in Berlin.

* Durch was wurdest Du inspiriert, dieses Bild zu machen ?

Ich mache gerne Fotos in der U-Bahn und versuche immer, meine Sicht auf
die Gegebenheiten in der U-Bahn auszudrücken.

* Was gefällt Dir besonders an Deinem Foto ?

Die Kombination der Leere des Ganges trotz Feierabendzeit mit der Eile
der alten Frau und dem mit dem Gesicht an der Wand stehenden Musiker
gefallen mir besonders. Er hat mangels Zuhörern schon aufgegeben.

Andreas Gursky: Die Welt in Großformat

Was seine Bilder auf den Auktionen treiben, verfolgt Andreas Gursky eher ungenau. Ja, er weiß, dass im vorigen November sein Diptychon 99 Cent bei einer Auktion für 2,5 Millionen Dollar verkauft wurde. Und dass dieser Rekord im Februar 2007 nochmals überboten wurde, als 99 Cent II knapp 3,5 Millionen Dollar erzielte. Aber wo das war, in New York oder London, bei Philipps oder bei Sotheby’s – »da müssen Sie meine Galeristin fragen«.

Spöttisch und leicht zynisch beginnt Wolfgang Büscher in der Zeit seinen Artikel Bilder für Millionen. Die nächsten Seiten beschreiben, was sich in der Fotografie in den letzten 15 Jahren verändert hat und was heute vor sich geht. Absolut lesenwert. Im Anschluss daran zeigt uns die Zeit noch, was sich zur Zeit auf dem internationalen Markt gut zu Geld machen lässt [via fokussiert.com].

Um die Fotos des deutschen Künstlers Andreas Gursky reißen sich Sammler und Galerien. Seine Bilder sind groß, ungewöhnlich - und teuer.

» Andreas Gursky: Die Welt in Großformat