Alles zum Thema ‘Blogs & Web‘

 
 

Sterbende Blogroll: Wie geht es weiter?

Auch Steffen Göthling macht sich nun auf seinem Blog lens-flare.de Gedanken zum Thema Blogroll. Die Sache scheint auf jeden Fall nicht so unwichtig zu sein, wie es vielleicht auf den ersten Blick scheint. Sein Artikel geht mit der Kritik etwas in die Tiefe und liefert gleich einige Ideen, wie es mit der Blogroll weitergehen könnte.

Abgeschafft gehört die Blogroll ganz sicher nicht, aber ein paar neue Funktionalitäten würden ihr sicher gut tun. So eine bissel Web Zwo Null Zeugs, so dass dort mehr zappelt oder hoch aktuelle Informationen angezeigt werden. Z.B. könnte ich mir eine Sortierung der Blogs nach zuletzt veröffentlichtem Post vorstellen.

Das ist ganz meine Meinung. Zappeln muss es gleich nicht. Aber eine Sortierung nach Relevanz oder Artikelfrequenz wäre doch nicht schlecht. Sarah Jakobeit zeigt in der Seitenleiste ihres Blogs immer eine zufällige Auswahl ihrer Blogroll, die auf einer eigenen Seite untergebracht ist. Eine Lösung, die auch Ralf-Jürgen Stilz für seinen Blog photoappar.at vorschlägt. Ich werde meine Blogroll auf jeden Fall in den nächsten Tagen erst mal auffüllen und mir dann Gedanken machen, wie ich sie anständig unterbringe.

Ich wurde darauf übrigens hingewiesen, dass ich meine Artikel inhaltlich besser trennen sollte. So habe ich es auf jeden Fall verstanden, da das Setzen eines Trackbacks bei Wordpress in jedem Fall automatisch geschieht. Okay, ich lerne ständig dazu.

Sterbende Blogroll: Totgesagte leben länger

Zoomyboy schreibt über seine Art der Street-Fotografie und zeigt gleich noch drei beeindruckende Fotos. Die letzten beiden Bilder sind meine Favoriten. Ich finde es super, dass er in seinem Artikel auf mein Blog verweist. Auf diese Weise haben die Blogs im Web ihren Siegeszug angetreten. Das scheint wohl jetzt der Vergangenheit anzugehören. Das Web wird noch egoistischer.

Auch ich habe in den letzten Monaten bemerkt, dass die Blogroll liegt im Sterben liegt, wie es Mark Kujath auf seinem Blog canonikon feststellt. Er fragt sich, wie es denn nun weiter gehen soll. Günter Meyer fragt sich das Gleiche und macht auf seinem Blog Guennersen eine Aktion “Blogtipp” daraus. Auch ich frage mich seit einiger Zeit, was ich mit meiner Blogroll machen soll. Sinn hat sie auf jeden Fall. Bis vor einiger Zeit war ich auf Blogs verlinkt, die dann ihre Blogroll abgeschafft haben. Der Traffic, der nicht über Google kommt, hat danach merklich nachgelassen. Aber nun eine Frage: wie sollen Fotoblogs dann Besucher bekommen? Aus dem Fehlen der Blogroll wird für Fotoblogs ein Zwang, über populäre Themen schreiben zu müssen. Und das nur, damit das eigene Blog auch über Google gefunden wird. Wieder ein schönes Beispiel für das gefährliche Monopol von Google.

Das Verschwinden der Blogroll liegt für mich an der Kommerzialisierung der Blogs. Viele versuchen, zumindest die Serverkosten durch Werbung wieder reinzuholen. Und dazu braucht man möglichst viele Pageviews innerhalb der eigenen Domain. Da mag einer auf den Gedanken kommen, ausgehende Links zu minimieren, um die Besucher auf der eigenen Seite zu halten. Martin Gommel wurde auf seinem Blog Kwerfeldein in diesem Artkel auf die fortschreitende Kommerzialisierung angesprochen. Meiner Meinung nach hat er ziemlich uncool reagiert, ist aber weiter unten in den Kommentaren wieder zurück gerudert. Hut ab! Aber warum schließt man die anderen Leser von dieser Diskussion aus? Genau das ist das, was das Bloggen und das Lesen in Blogs so interessant macht.

Wie denkst du darüber? Soll ich meine Blogroll abschaffen oder hast du vielleicht Interesse, mit mir zusammen dem Sterben etwas entgegen zu setzen? Ich freue mich über deinen Kommentar oder auch über deine Mail.

Und ich? Warum präsentiere ich mich?

Blogparaden finde ich ganz eigentlich ganz interessant. Stöckchen aber halte ich für komplett überflüssig und total danaben. In diversen Fotografieblogs wird das Stöckchen auf die perverse Spitze getrieben. Ellenlang Antworten, dass die Kamera unheimlich viele Megapixel, total viele Euros gekostet und man die ganze Tasche voller super Objektive hat. Wer will das wissen?

Sarah, auf deren Blog ich über die Blogparade von Martin Gommel gestoßen bin, geht einen erfrischend anderen und sympathisch ehrlichen Weg mit dem Stöckchen in ihrem Blog. Ihre Antworten berühren mich und ich finde mich wieder. Ganz besonders hat es die Antwort auf die letzte Frage des Stöckchens in sich. Wie schön, dass Sarah noch eins oben drauf setzt und uns daran teilhaben lässt, warum sie sich im Internet präsentiert.

Und ich? Auch ich stelle meine Fotos ins Web, damit andere sie betrachten. Und auch ich hoffe auf Anerkennung und Reaktionen. Allerdings hat mir Robert Basic beigebracht, dass ich von ausbleibenden Reaktionen nicht enttäuscht sein sollte.

Auf 100 Leser kommt ein Kommentar. Wenn man Glück hat. Erwarten kann man das schon mal gar nicht.

Genau wie Sarah lerne ich laufend dazu und nutze die Fotografie für mein Leben und meine Persönlichkeit. Geschichten erzählen möchte ich hingegen eigentlich nicht. Ich hoffe, dass meine Fotos irgendwann einmal für sich selbst sprechen und selber diese Geschichte erzählen können.

7 Gründe aus einer Foto-Community auszusteigen

Allen werbewirksamen Versprechen zum Trotze: Diese Strukturen und Gemeinschaften sind einer persönlichen fotografischen Weiterentwicklung nicht dienlich! Jeder, der sich in solchen Communities aufhält, weiß, was mit dem Begriff der Community gemeint ist. Allerdings macht sich nicht jeder hinreichend über die Wirkungsweise solcher Gemeinschaften Gedanken.

Was Olaf Bathke in seinem Artikel 7 Gründe zum Ausstieg aus einer Foto- Community schreibt, liest sich wirklich gut und ist scharf beobachtet [via nachbelichtet]. Ich hatte mir auch vor nicht allzu langer Zeit einmal Gedanken zu diesem Thema gemacht. Schön sind auch seine Ratschläge, wie man dieser “Falle” entgehen kann.