Alles vom März 2008
Und ich? Warum präsentiere ich mich?
Blogparaden finde ich ganz eigentlich ganz interessant. Stöckchen aber halte ich für komplett überflüssig und total danaben. In diversen Fotografieblogs wird das Stöckchen auf die perverse Spitze getrieben. Ellenlang Antworten, dass die Kamera unheimlich viele Megapixel, total viele Euros gekostet und man die ganze Tasche voller super Objektive hat. Wer will das wissen?
Sarah, auf deren Blog ich über die Blogparade von Martin Gommel gestoßen bin, geht einen erfrischend anderen und sympathisch ehrlichen Weg mit dem Stöckchen in ihrem Blog. Ihre Antworten berühren mich und ich finde mich wieder. Ganz besonders hat es die Antwort auf die letzte Frage des Stöckchens in sich. Wie schön, dass Sarah noch eins oben drauf setzt und uns daran teilhaben lässt, warum sie sich im Internet präsentiert.
Und ich? Auch ich stelle meine Fotos ins Web, damit andere sie betrachten. Und auch ich hoffe auf Anerkennung und Reaktionen. Allerdings hat mir Robert Basic beigebracht, dass ich von ausbleibenden Reaktionen nicht enttäuscht sein sollte.
Auf 100 Leser kommt ein Kommentar. Wenn man Glück hat. Erwarten kann man das schon mal gar nicht.
Genau wie Sarah lerne ich laufend dazu und nutze die Fotografie für mein Leben und meine Persönlichkeit. Geschichten erzählen möchte ich hingegen eigentlich nicht. Ich hoffe, dass meine Fotos irgendwann einmal für sich selbst sprechen und selber diese Geschichte erzählen können.
Adobe Lightroom™ und die Alternativen
Wie professionell ist Adobe Lightroom™ wirklich? Ist das Programm so gut, wie es der Hype um Adobe Lightroom™ vermuten lässt? Auch ich habe mir wie Adrian Ahlhaus schon einige Gedanken zu diesem Thema gemacht. Angefangen hat alles damit, als ich die Ergebnisse von Adobe Lightroom™ mit den Ergebnissen meines proprietären RAW-Konverters verglichen habe. Die Ergebnisse waren ernüchternd. Je höher die ISO-Einstellungen waren, desto schlechter war die Rauschfilterung und Rauschminderung in Adobe Lightroom™. Hart ausgedrückt: Adobe Lightroom™ ist nach meinen Ergebnissen ab einem ISO-Wert von 1600 zur RAW-Konvertierung nicht mehr zu gebrauchen, wenn die Bilder geprintet werden sollen.
Warum also trotz der Mängel Adobe Lightroom™ benutzen? Die Gründe liegen klar auf der Hand und auch Adrian erwähnt sie in seinem Artikel. Adobe Lightroom™ bietet eine enorm leistungsfähige und bedienerfreundliche Verschlagwortung. Dazu kommt das durchdachte Design und die Geschwindigkeit. Capture One konnte mich in Hinsicht auf das Design nicht wirklich überzeugen. Das Killerargument, das den Ausschlag gibt, ist allerdings der Preis. Wer kann sich schon einen RAW-Konverter für 1000 Euro leisten? Wohl keine Amateure, die auf ihren Geldbeutel achten müssen, sondern nur Profis oder jene, die sich aufgrund ihres Geldbeutels dafür halten.
Adrian hat scharf beobachtet und kommt zum selben Schluss wie ich. Adobe Lightroom™ ist kein Werkzeug für Profis. Aber Billigheimer möchte ich das Programm nicht nennen. Mit Adobe Lightroom™ kommen viele Amateure an Funktionen, von denen sie sonst nur träumen könnten. Negativ zu sehen ist meiner bescheidenen Meinung nach die Marketingstrategie von Adobe. Der Nutzer scheint für die Softwareschmiede eine Kuh zu sein, die durch immer neue Versionen und Bundles mit nur oberflächlichen Änderungen gemolken werden soll.
Video-Tutorial: Schärfen mit Adobe Lightroom™
Das richtige Schärfen eines Bildes ist fast schon eine Wissenschaft für sich. Ich habe einige Zeit gebraucht, um die Theorie hinter den verschiedenen Faktoren wie Betrag und Radius zu verstehen. Warum müssen unterschiedlich große Bilder unterschiedlich geschärft werden? Warum muss ein Portrait anders geschärft werden als eine Landschaftsaufnahme? Das folgende Video-Tutorial erklärt Ihnen auf Englisch anschaulich die einzelnen Parameter und zeigt deren Wirkung am Beispiel.

