Alles vom März 2008
Digitaler Workflow: Taggen, Verschlagworten und “sprechende” Dateinamen mit Picasa
Taggen und Verschlagworten mit Erinnerungswert
Das erste Kriterium der Sortierung meiner Fotos war zuerst das Datum. Nach einiger Zeit stellte ich fest, das eine monatsgenaue Sortierung völlig ausreichend ist. Wie aber dann einzelne Fotos wiederfinden? Auch wenn ich meine Fotos auf den Tag genau sortieren würde, könnte ich mich bei der Suche nach einem bestimmten Foto wohl kaum an den Tag erinnern, an dem es gemacht wurde. Das Sortieren nach Datum besitzt keinen Erinnerungswert. Was also tun? Eine Hilfe bieten Tags und Schlagwörter, mit denen du deinen “sprechenden” Dateinamen zusammensetzt, wie ich im letzten Artikel der Serie Digitaler Workflowbeschrieben habe. Diese Tags und Schagwörter kannst du auch in die Bildunterschrift von Picasa übernehmen oder beim Tagging und Verschlagworten mit IDImager Lite benutzen.
Diese Tags und Schlagwörter müssen aussagekräftig sein, um einen richtigen Erinnerungswert zu besitzen. Was heißt das? Was ist der “richtige” Erinnerunsgwert? Nach meinen Erfahrungen ist das eine sehr persönliche Einschätzung, die sich vollkommen aus den eigenen Emotionen bei der Betrachtung der eigenen Fotos ergibt. Wozu sollte ich Fotos nach Farben taggen, wenn mir zuerst die Emotionen oder die Tageszeit in dem Foto auffallen? Wazu sollte ich ein Foto nach Emotionen taggen, wenn mir zuerst die technischen Daten wie Weitwinkel meiner Fotos auffallen? Nur ich selber muss meine Fotos in meinem Archiv wiederfinden. Also sollten meine Schlagwörter und Tags persönliche und aussagekräftige Emotionen bei mir auslösen. Und diese Emotionen lösen Erinnerungen an die Schlagwörter meiner Fotos aus, so dass ich sie über das Suchen in den Schlagwörtern wiederfinde. Die Kategorien, nach denen ich tagge und verschlagworte, sollten also persönlich, emotional und aussagekräftig sein. Martin Gommel hat einen schönen Artikel über das Tagging bei Flickr geschrieben. Dort sollen im Unterschied zur persönlichen Verwaltung auf deiner Festplatte auch andere Menschen das Foto finden. Daher ist es dort nützlich, wenn die Tags umfangreicher und zweisprachig sind. Das Prinzip kommt aber sehr gut zum Ausdruck.
Ordnerstruktur, Taggen und “sprechende” Dateinamen in der Praxis
Wie sieht das in der Praxis aus? Bei mir reichen drei übergreifende Kategorien für meine Fotos: Orte, Objekte und Menschen. Zur Kategorie “Orte” gehören die Tags Street, Architektur und Landschaft. Zum Tag Street könnten zum Beispiel die weiteren Tags sauber, dreckig, morgens, abends, Nacht, Personen, bedrückend, einladend und andere gehören. Zur Kategorie Objekte gehören zum Beispiel die Tags Stillleben, Kunstwerk oder Sehenswürdigkeit. Weitere Tags dieser Kategorie, die natürlich auch in jeder anderen Kategorie verwendbar sind, könnten ordentlich, unordentlich, berühmt, teuer, billig, modern, alt, gelb, grün, blau und so weiter ein. Sehr schön ist die Kategorie Mensch. Dort gibt es so wirklich emotionale Tags wie Freude, Lachen, Trauer, Tränen, Porträt, Gruppe, Akt, alt, jung oder auch Falten, Krankheit, Alter und ähnliche.
Du erstellst also drei Ordner auf deiner Festplatte: Orte, Objekte und Menschen. In diesen Ordnern kannst du dir Monatsordner anlegen, wenn dir das hilft. Und in den diesen jeweiligen Ordnern setzt du den “sprechenden” Dateinamen aus deinen Schlagwörtern und Tags zusammen.

Der “sprechende” Dateiname für dieses Fotos könnte dann folgendermaßen aussehen:
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Video-Tutorial: Orton-Effekt mit Gimp 2.4
Online Videos by Veoh.com
Orton-Effekt mit Gimp 2.4
Zu meinem Video-Tutorial “Orton-Effekt mit Gimp 2.4″ habe ich noch einmal in einer Liste notiert, wie du bei der Bearbeitung deines Fotos in Gimp genau vorgehen musst. Der Orton-Effekt ist übrigens nach einem gewissen Michael Orton benannt, der diesen Effekt mit analoger Technik erarbeitet hat. Dabei hat er im Labor zwei Fotos desselben Motivs auf ein Papier belichtet. Ein Negativ des Motivs war scharf und ein anderes war unscharf.
Wenn das Video-Tutorial zu erkennen war und es dir vielleicht etwas weiter geholfen hat, würde ich mich über einen Kommentar sehr freuen. Wenn du das Tutorial ganz mies findest, interessiert es mich warum!
- Duplipliziere die Hintergrundebene
- Benenne die Kopie der Hintergrundebene “scharf”
- Erstelle ein Duplikat der Ebene “scharf”
- Ändere den Ebenenmodus der Ebene “scharf-Kopie” auf “Bildschirm”
- Vereine die Ebene “scharf-Kopie” mit darunterliegender Ebene “scharf”
- Dupliziere die Ebene “scharf”
- Benenne die neue Ebene “unscharf”
- Bearbeite die Ebene “unscharf” mit Gaussschem Weichzeichner um den Wert 30
- Ändere den Ebenenmodus der Ebene “unscharf” auf “Multiplizieren”





